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Die besten Metronome fürs Klavier (03/2021)

Die Bezeichnung für Metronom kommt aus dem griechischen und bedeutet „Taktmesser“. Es kann sowohl mechanisch als auch elektronisch funktionieren und gibt immer ein gleichmäßiges, konstantes Tempo vor. Bei einem Metronom wird eine Zahl eingestellt, die die jeweiligen Schläge pro Minute angibt. Verwendet wird auch eine Maßeinheit mit der Bezeichnung M. M., was für „Mälzels Metronom“ steht. Ein Metronom wird auch als Taktell bezeichnet. Wie sich die Taktmesser vom technischen Wunderwerk handwerklicher Präzision bis zu heutigen digitalen Ausführungen für die Hosentasche entwickelt haben, ihre Funktionsweise und wie man sie für sich als Musiker nutzen kann, verraten wir in diesem Artikel.

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Letzte Aktualisierung am 18.10.2021 um 13:25 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

BPM: Auf die Beats kommt es an

BPM steht für „Beats Per Minute„, was auf deutsch so viel wie ‚Schläge pro Minute‘ heißt.

In der Musik steht dieser Begriff für das Tempo, in dem ein Stück gespielt werden soll.

Es handelt sich dabei um eine Empfehlung die man nicht zwingend einhalten muss. Meist es aber Sinn, sich daran zu orientieren, wenn ein Tempo vorgegeben ist. Als Musiker steht es einem natürlich frei, Musik so zu interpretieren, wie man möchte. Zumindest, so lange man als Solomusiker allein spielt. Ansonsten sollten beim gemeinsamen Musik machen natürlich alle beteiligten ein Tempo einhalten und Stücke am besten auch im richtigen Tempo einstudieren.

Man kann Musik also frei interpretieren, aber diese Maßeinheit gibt einem auf jeden Fall einen Richtwert. Alte Metronome wie man sie schon zu Zeiten Beethovens verwendet hat, kennen noch die Einheit MM, was für Mälzels Metronom steht und wie auch BPM für Zählzeiten pro Minute steht.

Jede Note hat bekanntlich einen Wert. So gibt es neben der ganzen Note optisch leicht zu erkennen ist, unter anderem auch halbe, viertel oder achtel Noten. Entscheidend ist, dass die Notenlänge nicht genau definiert ist. Eine ganze Note entspricht nicht etwa einer Sekunde. Das Tempo wird entweder vom Musiker selbst festgelegt oder ist bereits definiert und auf den Noten angegeben. Beim Notenwert handelt es sich aber immer um eine relative Angabe. Eine halbe Note ist also immer auch halb so lang wie eine Ganze und eine viertel Note halb so lang wie eine Halbe Note. Wie lang eine Note ist, hängt also immer vom Notenwert der nicht veränderbar ist und dem gewählten Tempo ab.

Lange Zeit war es üblich, das Tempo mithilfe italienischer Bezeichnungen die üblicherweise über den Noten standen, festzulegen. Früher hat man dafür einfach die italienische Bezeichnung über die Noten geschrieben z.B. presto (ital. = schnell) oder moderato (ital. = gemäßigt) oder adagio (ital. = gemächlich). Oder man hat gleich das ganze Musikstück so benannt (z.B. Largo, Allegro usw.)

Hier ein paar Beispiele:

Langsam
Largo (breit, langsam) – 40-60 BPM
Lento (langsam)
Adagio (langsam, ruhig) – 66-76 BPM

Mittel
Andante (gehend, schreitend) – 76-108 BPM
Moderato (mäßig, bewegt) – 108-120 BPM

Schnell
Allegro (schnell, munter, fröhlich) – 120-168 BPM
Presto (sehr schnell, geschwind) – 168-208 BPM

Diese schön klingenden Angaben sind gerade für Anfänger noch verwirrend, aber man wird in der Regel nur mit einer Auswahl davon regelmäßig zu tun haben und die entsprechende Bezeichnung auch gleich zuordnen können. Allen Tempi lässt sich ein Bereich von BPM zuordnen, in welchem man sich als Pianist bewegen sollte. Ansonsten gilt das Tempo immer für den Grundschlag eines Stückes, was fast immer die Viertelnote ist.

Wer braucht ein Metronom?

Klavieranfängern ist der Einsatz eines Taktgebers generell zu empfehlen. Aber auch fortgeschrittene Pianisten profitieren fast immer davon, zumindest ab und an mit einem Metronom zu üben. Wer Schwierigkeiten hat, das Tempo konstant von Anfang bis Ende zu halten, wird sicher von seinem Klavierlehrer dazu angehalten, hier ein Taktell wie das Metronom auch genannt wird, einzusetzen. Vielen fällt es schwer, sich selbst einzuschätzen und wenn schwierige Passagen plötzlich viel langsamer gespielt werden, wird oft nicht bemerkt. Wenn man nur für sich spielt, ist das sicher nicht so dramatisch. Aber jeder der einem beim Spielen zuhört, bemerkt diese Schwankungen sofort. Spielt man in einer Band oder musiziert mit anderen, ist es unbedingt erforderlich, damit alle ein gleichmäßiges Tempo einhalten. Auch zum Üben sind elektronische und mechanische Taktgeber ideales Zubehör. Man kann ganz langsam mit neuen Musikstücken beginnen und sich dann nach und nach steigern, bis man das gewünschte Tempo erreicht hat. Klein anfangen, fleißig üben und dann schneller werden – schon beherrscht man auch komplexe Stücke. Langfristig sollte das Ziel aber sein, auch ohne Hilfsmittel konstant ein Tempo halten zu können.

Metronom Apps

Eine meist kostenlose Alternative zum klassischen Metronom welches auch einen dekorativen Wert hat und als Accessoire optisch ein Eyecatcher ist und den elektronischen Ausführungen sind Metronom Apps. Generell erfüllen sie die selbe Funktion wie die Klassiker. Für Kinder sind sie nicht so leicht zu bedienen und Eltern müssen hier auch ihr Smartphone zur Verfügung stellen. Auch für Jugendliche und Erwachsene sind diese Apps nicht immer ideal, weil man dazu verleitet wird, das Handy in die Hand zu nehmen und nur kurz etwas zu schauen oder eingegangene Nachrichten zu checken, wo man doch üben wollte. Diese Liste beinhaltet einige der am besten bewerteten Metronom Apps:

  • Metronom Beats
  • Das Metronom von Soundbrenner
  • Metronomerous
  • Digitalpiano und Keyboard

    Absoluter Standard bei digitalen Tasteninstrumenten ist das integrierte Metronom. Je nach Modell gestaltet sich die Bedienung allerdings etwas umständlich und gerade im unteren Preissegment hat man oft keine Anzeige, die ausgibt, wie viel BPM gerade eingestellt sind.

    Vorläufer des Metronoms

    Erste bekannte Geräte, die der Vorgabe eines gleichmäßigen Tempos dienten, stammen aus dem Mittelalter. Später wurde im Jahr 1676 ein Pendel entwickelt, das sich an einem Faden befand. Dieses Fadenpendelmetronom geht auf den englischen Musiker Thomas Mace zurück, der durch seine Konstruktion ein gleichmäßiges Tempo beim Musizieren erhalten wollte. 1696 wurde ebenfalls ein Fadenpendelmetronom von dem Kapellmeister Etienne Loulié beschrieben. Auch in der Zeit zwischen 1800 und 1820 gab es verschiedene Bestrebungen zur Konstruktion eines effizienten Zeitmessers. Die hier entwickelten Pendel waren jedoch für den alltäglichen Gebrauch nicht geeignet. Einige Modelle waren mannshoch, schwer und sperrig. Der deutsche Uhrmacher Dietrich Nikolaus Winkel entwickelte zu Beginn des Neunzehnten Jahrhunderts ein Stabpendel. Es gelang ihm, das lange Pendel zu verkürzen. Heraus kam ein Gerät, bei dem Gewichte und Gegengewichte verwendet wurden. Dieses Instrument wurde als „Chronometer“ bezeichnet.

    Das Mälzel Metronom

    Im Jahr 1815 gelang es dem in Regensburg lebenden Instrumentenbauer Johann Nepomuk Mälzel, einen neuen Taktmesser zu konstruieren. Er folgte dadurch einer Bitte zahlreicher zeitgenössischer Musiker, wie Cherubini, Hummel, Kreutzer oder Spohr. Grundlage für die neue Erfindung bildete die Minute als Bezugsgröße. Mälzel entwickelte erstmals einen Taktmesser, der mit der Zahl von Schlägen je Minute ein Zeitmaß entwickelte, was zudem weltweit jeder verstand. Das neu entwickelte Instrument diente somit auch als Grundlage für eine spätere Standardisierung. Mälzel gelang es, das bis dahin vorhandene Chronometer um eine Skala zu erweitern und um einen Federaufzug zu ergänzen. Er ließ es dann als Metronom patentieren.

    Verwendung durch Musiker

    Ludwig van Beethoven war der erste, der das Metronom von Mälzel verwendete. Er zeigte sich von dem Gerät begeistert, weil er dadurch allen Interpreten seiner Musik seinen eigenen Willen aufdrängen konnte. In der Vergangenheit zeigte er sich schon häufiger verärgert über Interpreten, die das Zeitmaß seiner Klavierstücke veränderten. Anschließend kam es jedoch zu einem Rechtsstreit mit Mälzel, bei dem es um das Urheberrecht von „Wellingtons Sieg und die Schlacht bei Vittoria, op. 91“ ging. Seitdem galt das Metronom für Beethoven als „dummes Zeug“. Er vertrat jetzt die Meinung, dass man das Tempo fühlen müsse. Anschließend wurde darüber diskutiert, ob sich ein Metronom überhaupt zur Taktmessung eignet. Vielen Zeitgenossen war ein mathematisches Zeitmaß zu mechanisch, weil sie Angst hatten, dass eine individuelle Interpretation eines Musikstücks verloren ginge. Für andere wiederum war das Metronom lediglich eine Spielerei. Eine Abhandlung aus dem Jahr 1836 nennt als wichtigste Eigenschaften eines Metronoms die Kontrolle über das Musikstück und die Entwicklung eines Taktgefühls, insbesondere für Anfänger. 1840 wurde sogar ein Metronom für das britische Militär konstruiert. Dieser „Army Preceptor“ besaß drei Geschwindigkeitsstufen, die von „slow“ über „quick“ bis zu „double-quick“. Dadurch konnte die Marschgeschwindigkeit von Truppen bestimmt werden.

    Arten von Metronomen

    Mechanische Metronome funktionieren wie eine Art Uhrwerk. Durch eine Feder wird ein Pendel angetrieben, dessen Tempo wiederum durch ein am Pendel befindliches Gewichtsstück eingestellt werden kann. Diese Feder wird mit einem Schlüssel aufgezogen, der sich am Metronom befindet. Links und rechts des Pendels befinden sich Skalen, welche die Zählzeiten zeigen. Am Pendel befindet sich ein Gewicht. Je weiter dieses nach oben geschoben wird, umso langsamer zählt das Metronom den Takt. Jedes einzelne „klacken“ steht für den Wert einer Viertelnote. Elektronische Metronome erzeugen das Signal für den Takt mithilfe eines Quarzes. Der Quarz ist in etwa mit einem Chip vergleichbar, welcher aus elektronischen Schaltungen besteht. Ein elektronisches Metronom wird in der Regel mit einer Batterie betrieben. Die Zählzeiten können, je nach Fabrikat, durch Schalter oder Kippschalter verändert werden. Bei einem digitalen Gerät erscheint zudem die Anzeige der ausgesuchten Frequenz auf einem Display. Metronome gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Sie sind teilweise sogar mit einer Glocke erhältlich. Es gibt zahlreiche Varianten in klassischen Formen, in Pyramidenform, oval, rund, eckig oder sogar kindgerecht als Tierfiguren. Einige Geräte sind sogar als Kombination mit einem Stimmgerät erhältlich. Manche digitalen Modelle besitzen verschiedene Sounds für das „klicken“ oder eine Ansage der Taktschläge. Drehregler bieten bei einigen Modellen die Möglichkeit, den ersten Taktschlag, ein Viertel, eine Achtel, eine Sechzehntel oder gar Triolen zu regulieren.

    Verwendung eines Metronoms

    Auf den Skalen eines Metronoms befinden sich die Tempoangaben in den jeweiligen Zählzeiten pro Minute (beats per Minute – bpm). Oftmals enthalten sie auch die italienischen Tempobezeichnungen. So bedeutet Largo zum Beispiel 40 – 60 bpm, Moderato 108 – 120 bpm und Presto steht für 168 – 200 bpm. Bei vielen Musikstücken kann das Tempo oder die bpm-Angabe zu Beginn abgelesen werden. Je nachdem ob man eine App, ein mechanisches oder digitales Metronom verwendet wird, stellt man entsprechend das gewünschte Tempo ein. Üben kann man auch mit einem Online Metronom wie man es zum Beispiel auf mussica findet.

    Metronom kaufen

    Beim Kauf eines Metronoms sollte man sich immer fragen, ob neben der reinen Funktionalität auch die Optik eine Rolle spielt. Digitale Ausführungen sind schon für 15 bis 30 Euro zu haben. Smartphone Apps für Android und iOS kann man umsonst herunterladen und Online Metronome erfüllen ebenfalls ihren Zweck. Am Klavier machen sie vor allem mit Tablet Sinn. Wirklich stilvoll ist aber nur die mechanische Variante mit Pendel. Günstige Modelle kann man schon für 20 Euro kaufen. Die besseren Metronome liegen aber grob bei 50 bis 120 Euro.
    Korg MA-2 LCD-Taschen-Digital-Metronom blau/schwarz

    Letzte Aktualisierung am 18.10.2021 um 14:41 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

    1. Korg MA-2 LCD-Taschen-Digital-Metronom

    Ein echter Klassiker unter den digitalen Metronomen ist das Korg MA-2. Seine kompakten Abmessungen (100 x 60 x 16 mm) machen das nur 68 Gramm schwere Fliegengewicht zum idealen Begleiter überall hin. Aber auch als stationäres Metronom macht das robuste Gerät einen hervorragenden Job.

    Die benötigten AAA-Batterien liegen dem günstigen Metronom bei und man kann sofort loslegen. Die Bedienung ist denkbar einfach und nach kürzester Zeit hat man den Dreh raus und kann das Digitalmetronom intuitiv bedienen und optimal nutzen.

    Der Hersteller gibt eine Batterielaufzeit von 400 Stunden an, was für eine besonders hohe Energieeffizienz steht. Das Display ist übersichtlich und logisch aufgebaut, sodass man sich sofort zurecht findet und es auch aus einer gewissen Entfernung ablesen kann.

    Bei diesem Modell hat Korg darauf geachtet, es mit einem besonders leistungsstarken Summer auszustatten der das kleine Gerät besonders lautstark macht. Wichtig ist das, wenn das eigene Instrument beim Spielen recht laut ist und man das Metronom trotzdem jederzeit hören möchte.

    Mehrere Rhytmustypen und einstellbare Tempi machen den kompakten Taktgeber vielseitig und integrierte Modi wie Sound Out und Timer sind praktisch im Alltag eines Musikers einsetzbar.

    Erhältlich ist das digitale Metronom in den Farben schwarz und blau. Der niedrige Preis macht es besonders attraktiv.

    Letzte Aktualisierung am 26.02.2021 um 14:28 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

    2. Wittner Piccolo Metronom ohne Glocke

    Ein Metronom im klassischen Design ist das Piccolo von Wittner. Das Traditionsunternehmen mit Sitz im Allgäu (Isny) wurde im Jahre 1895 gegründet und die langjährige Erfahrung steckt in den angebotenen Produkten und damit auch in den mechanischen Metronomen des Herstellers.

    Auch das Piccolo ist ein solides Taktell und mit seinen überschaubaren Dimensionen (5 x 7 x 15 cm) ein dezentes Modell, welches auch noch ein echter Hingucker ist. Gerade auf einem Klavier machen sich hochwertige mechanische Metronome optisch einfach besser als ihre digitalen Pendante.

    In dieser Preisklasse haben die Taktgeber ein hochwertiges Kunststoffgehäuse. Das Piccolo ist gut verarbeitet und qualitativ hochwertig bei einem annehmbaren Preis – Made in Germany. Wie üblich wird auch dieses Taktell aufgezogen und benötigt entsprechend keine Batterien.

    Erhältlich ist es in einer breiten Farbpalette. Neben schwarz gibt es unter anderem orange, grün und lila zur Auswahl. Eltern die ein Metronom für ihre Kinder suchen können diesen mit einem coolen Farbton eine Freude machen. Der Taktgeber setzt sich auch bei lautem spielen durch und die Bedienung ist denkbar einfach. Die BPM lassen sich über das Gewicht einstellen, indem man es nach oben oder unten schiebt. Natürlich kann jederzeit ablesen, welches Tempo aktuell eingestellt ist.

    Auch Kinder lernen schnell wie das funktioniert und können das Piccolo noch einfacher handeln als ein digitales Metronom.

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